Wandern und Ausflugsziele rund um Ottobeuren

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Wandern und Ausflugsziele rund um Ottobeuren

Malerisch im Tal der westlichen Günz gelegen, bietet der Kneippkurort Ottobeuren im Unterallgäu eine Vielzahl gepflegter Wanderwege und Terrainkurwege, die Spaziergänger, Urlauber und Kurgäste zu vielen, teils seltenen Naturschönheiten führen. Wanderungen im Biotopverbund Günztal sensibilisieren für die bedrohte Fauna und Flora in der Region, ein bayernweit einmaliges Ziel sind die „Geologischen Orgeln“.

Das Wegenetz in Ottobeuren führt zu Abtei und Basilika, durch den Kneipp-Aktiv-Park oder auf dem Sebastian-Kneipp-Wanderweg hinaus nach Stephansried, den Geburtsort des Pfarrers und „Wasserdoktors“. Weitere lohnende Ziele sind der Naturweiher Schachenbad oder an den Motzenbach als Zeugnis benediktinischen Wasserbaus, in der Schelmenheide und in den Bannwald mit Nordic Walking Parcours oder ind das 738 Meter hoch gelegene Guggenberg, von wo sich ein herrlicher Blick auf das rund 80 Höhenmeter tiefer gelegene Ottobeuren samt Kloster bietet.

Im Biotopverbund Günztal sind üppige Auwälder, artenreiche Blumenwiesen und in ganz Bayern einzigartige Naturphänomene zu finden: Eines davon sind die als Geotop geschützten „Geologischen Orgeln“ zwischen Ottobeuren und Wolfertschwenden beim Weiler Bossarts. Hier hat während der Günzeiszeit vor fast 600.000 Jahren kohlensaures Regenwasser das Kalkgestein ausgewaschen und aufgelöst, wodurch sich trichterförmige Röhren bildeten, die bis zu 15 Meter hoch sind. Die aufgereihte Anordnung der Röhren erinnert an Orgelpfeifen, der Name des Geotops lehnt sich an dieses Bild an.

Ein zweites Geotop, das bei entsprechender Vorsicht vor allem Familien mit Kindern Entdeckungen für einen ganzen Tag bietet, ist die „Teufelsküche“ zwischen Ronsberg und Obergünzburg im Tal der östlichen Günz. Hier türmen sich in einem Waldstück bis zu 25 Meter hohe Nagelfluh-Felsblöcke auf, die die Mindelkaltzeit vor etwa 370.000 Jahren hinterlassen hat. Der Legende nach soll zwischen den haushohen Gesteinsformationen einst eine Familie gehaust haben, bis ihr ein selbst gekelterter Wein aus giftigen blauen Beeren zum Verhängnis wurde, eine Schrifttafel am Wanderparkplatz erzählt die schauerliche Geschichte aus der „Teufelsküche“ in Reimform.

Der Allgäuer Weitwanderweg, die „Wandertrilogie Allgäu“, bietet zahlreiche Touren an, die nach Ottobeuren führen oder dort ihren Ausgang nehmen. Die Wandertrilogie erstreckt sich über zusammen 870 Kilometer in individuell kombinierbaren Etappen in unterschiedlichen Erlebnisräumen. Ottobeuren liegt im Trilogieraum „Glückswege“. Diese sanfte Terassenlandschaft mit dem Alpenkamm am Horizont, ist geologisch und kulturell maßgeblich vom Wasser geprägt. Dadurch finden Wanderer hier auch immer wieder Verweise auf das Wissen und Wirken des Sebastian Kneipp.

Video Wandern bei Ottobeuren

Bilder Wandern bei Ottobeuren

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