Moosaikreich – Oy-Mittelberg ist das Zuhause der Moorschnucken

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„Moosaikreich“ – die neue Moorwelt im Allgäu

Moorschnucken, Berglaufsänger und Rauschbeeren – Moore galten schon immer als zauberhaft. Bis heute ranken sich mystische Sagen um diese ruhigen Riedlandschaften. In der Allgäuer Moorlandschaft lädt das neue „Moosaikreich“ in Oy-Mittelberg Naturinteressente, Familien und Kinder ein, diese spannende Landschaft für sich zu erkunden. Neue Wander- und Radwege führen tief ins Moor.

Mit der neuen Moorwelt „Moosaikreich“ lockt ein attraktives Naturerlebnis, welches spielerisch Lust aufs Entdecken macht. Am Schwarzenberger Weiher können am hier aufgestellten Landschaftsmodell des Künstlers Robert Liebenstein nichtsehende Menschen die Landschaft erleben. Eine große Glocke berichtet über den „Schatz im Kesselsee“. Einer Sage zufolge soll hier der Kirchenschatz des ehemaligen Klosters Kempten verborgen sein. Ausgewiesene Radwege gehen um den Grünten- und den Rottachsee und neue Wanderwege führen ins Seemoos bis zum Schwarzenberger Weiher und bringen den Besuchern Besonderheiten vors Auge: seien sie klein und unscheinbar wie der Sonnentau, der Klappertopf in den Feuchtwiesen und die seltene Smaragdlibelle, oder durchaus etwas größer im hohen Wollgras der Piepmatz Berglaufsänger und die Moorschnucken am Sticher Weiher.

Ganztägig ist das Mmmäähh der Moorschnucken zu hören. Sie halten als „Bio-Rasenmäher“ die Flächen offen und ernähren sich dabei von Moor, Schilf, Pfeifengras und Pilzen. Ihre Vorfahren stammen aus Niedersachen, dort heißen sie Heideschnucken.

Auch geschichtliche Informationen dürfen nicht fehlen, um die Gefährdung dieses seltenen Landstrichs deutlich zu machen. Denn fast wäre das Moor im Seemoos, einem industriellen Torfabbau der Nachkriegszeit zum Opfer gefallen. Brennmaterial war Mangelware und so wurden mit großer Mühe Moorflächen trockengelegt und Wasen zum Heizen gestochen. Heute ist sich Oy-Mittelberg der Bedeutung seiner seltenen Moorflächen bestens bewusst. Die Entwässerung wurde gestoppt und die Torfmoose können wieder wachsen. Mit viel Liebe zum Detail führt die Gemeinde im „Moosaikreich“ Gäste und Einheimische an die Geheimnisse der Moore heran. Wanderführer begleiten die Gäste und erzählen von Sagen und kleinen Naturwundern.

Der Eröffnung dieser Moorwelt vorangegangen, war ein Sieg der Allgäuer Moorallianz beim größten deutschlandweiten Naturschutzwettbewerb chance.natur. Mit umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen am Seemoos und einer schonenden Nutzung der Streu- und Nasswiesen, trägt die Allgäuer Moorallianz entscheidend dazu bei, die einzigartige Landschaft für die nächste Generation zu schützen. Dabei steht an erster Stelle die Erschließung der Gegend für einen nachhaltigen Tourismus – denn „nur was der Mensch kennt und schätzt, schützt er auch“.

Video Moosaikreich / Moorwelt Allgäu

Bilder Moosaikreich / Moorwelt Allgäu

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Moosaikreich - Mit der neuen Moorwelt "Moosaikreich" lockt ein attraktives Naturerlebnis, welches spielerisch Lust aufs Entdecken macht. Am Schwarzenberger Weiher können am hier aufgestellten Landschaftsmodell des Künstlers Robert Liebenstein nichtsehende Menschen die Landschaft erleben. Eine große Glocke berichtet über den "Schatz im Kesselsee". Einer Sage zufolge soll hier der Kirchenschatz des ehemaligen Klosters Kempten verborgen sein. Ausgewiesene Radwege gehen um den Grünten- und den Rottachsee und neue Wanderwege führen ins Seemoos bis zum Schwarzenberger Weiher und bringen den Besuchern Besonderheiten vors Auge: seien sie klein und unscheinbar wie der Sonnentau, der Klappertopf in den Feuchtwiesen und die seltene Smaragdlibelle, oder durchaus etwas größer im hohen Wollgras der Piepmatz Berglaufsänger und die Moorschnucken am Sticher Weiher.

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